Wanderfahrt 2010 mit der Peter Robert

Am 09.07. ist die Peter Robert zu ihrer diesjährigen Wanderfahrt gestartet. Das Ziel war wieder einmal die Müritz. Weil mehr Jugendliche teilnehmen wollten, als auf der PR schlafen können, wurde  noch ein Pirat mitgenommen. Insgesamt waren 12 Kinder, Jugendliche und Junioren mit unterschiedlichen Anteilen an dieser Fahrt beteiligt. Die Schiffsführung wurde durch die Junioren bestritten. Wenn sich jemand aufreaffen kann, einen Reisebericht zu verfassen, wird der hier zu lesen sein. Bis dahin einige Fotoimpressionen. Am 23.07. ist die PR in den Heimathafen zurückgekehrt. Es waren weder Personen- noch Materialschäden zu beklagen.
mit Wiking und Beli im Schlepp ging es los In einer Schleuse im Kanal der kleine Schleppzug überquert die spiegelglatte Müritz
Die Jugend begrüßt den herannahenden Jugendwart Treffen mit Vereinskameraden in der Sietower Bucht Mit Vollzeug auf der Müritz
 
alles OK Wiking auf der Müritz Jonas macht Faxen  
Wanderfahrtbericht

Das Peter-Robert-Team (Freda, Jan, Martin, Jonas sowie  Nuri und Rosa auf einem Piraten) legte am Freitag, den 9.7., in aller Frühe vom Vereinssteg ab und fuhr unter der Schiffsführung von Nicole und Sandor die Kanäle entlang (alleine am ersten Tag zehn Schleusen). Dabei war es sommerlich heiß – Sandor kreierte ein Sonnensegel und es wurde an fast jeder Schleuse gebadet – und man traf sich auch immer wieder mit Jugendwart samt Familie, Sportwart Hanjo sowie Hannelore und Jürgen vom Verein. Am Sonntag kamen wir auf der Kleinen Müritz an, wo in Rechlin die Masten gestellt wurden.

Mo. Dort blieben wir bis Montagnachmittag, wo das erste Mal Nahrung nachgekauft wurde und noch Karo zur Schiffsführung dazu stieß. Da der wenige Wind vom Vormittag in der Nachmittagshitze leider vollständig verschwunden war, fuhren wir unter Motor auf die Müritz. Leider konnten wir nicht im Bolter Kanal übernachten, da dort in der vorigen Nacht ein Sturm für Unbefahrbarkeit gesorgt hatte. Daher ankerten wir in Sichtweite vom Jugendwart und in Ufernähe auf der Ostseite der Müritz. Während des Kochens sahen wir immer mehr dunkelgraue Wolken am Horizont auf- und schnell näherkommen. Wegen gewisser Uneinigkeit in der Mannschaft und unter den drei Schiffsführern wurde nach einem Telefonat mit dem Jugendwart beschlossen, sich doch lieber einen Unterschlupf im nahegelegenen Claassee zu suchen. Die dortige Marina liefen wir im Dunkeln, aber Trockenen an. Es zahlte sich aus, schon die Plane über das Boot gelegt zu haben, da ziemlich bald heftige Gewitter mit starkem Regen über uns hinwegstürmten. Wir konnten das Schauspiel in Ölzeug von der Hafenmauer aus betrachten und fanden (größtenteils alle) angesichts von Blitzen von allen Seiten unsere Entscheidung doch ganz richtig.

Di. Am nächsten Morgen verzögerte sich das Auslaufen erneut, da die Mannschaft bei Regen zunächst ausschläft, dann der Hafenmeister aufgesucht werden musste und der Pirat doch noch nicht ganz segelfertig war. Im Vorbeifahren sprang Jan dorthin über  und segelte das erste Stück mit. Der Wind schläft aber bald ein, weswegen wir vorm Bolter Kanal ankern und mit Beli und dem Piraten an den Strand fahren. Dort bleiben und baden wir bis zum Abend, essen irgendwann und erkunden die Gegend mit Beli, bevor schlafen gegangen wird.

Mi. Das Aufstehen und Segelfertigmachen zieht sich, aber irgendwann kommen wir dennoch los. Bei anfangs gutem Wind segeln wir bis zu 4,2 Knoten, kommen dann aber zunehmend in die Mittagsflaute. Kurz vor Waren frischt der Wind wieder auf, wodurch wir bis zu 6,5 Knoten segeln. Vor Waren ankern wir geschickterweise mitten in der Hafeneinfahrt, wo Nicole eine Dolle versenkt. Wir gehen beim sehr edlen Warener Edeka einkaufen, bevor noch vor dem Abendbrot Nuri und Freda abgeholt werden. Später legen wir uns weiter hinten in die Bucht, wo wir  in der Nähe von Hanjo sind.

Do. Es ist frischer Wind, weswegen wir wieder mit bis zu 6,5 Knoten in die Sietower Bucht segeln. Auch der Pirat mit Nicole und Rosa macht gute Fahrt. Vor Sietow treffen wir zuerst Hanjo und später Jochen und Joscha sowie Hannelore und Jürgen. Wir verbringen den Abend mit Spaß beim Baden und in der Hafenkneipe von Sietow.

Fr. Gegen Mittag kommt Chrissi mit Philipp und Liisa im Schlepptau. Weil das später ist als wir dachten, segeln wir in großer Hitze doch nicht los, sondern machen einen sehr entspannten Badetag im Bootspäckchen mit den anderen Vereinsmeiern.

Sa. Rosa und Nicole fahren morgens mit Chrissi für den geplanten Grillabend einkaufen, während Joscha und Philipp den Piraten nehmen (und sehr schnell abgeschleppt werden). Das Peter-Robert-Team segelt bei Windstärke 0,5 Richtung Bolter Kanal. Erst viele Stunden später wird angesichts einer dunkeln Wolkenwand der Motor angemacht, damit wir rechtzeitig beim Treffpunkt mit den Einkäufern sind. Als wir sie und den Einkauf sicher an Bord haben, fahren wir in den (wieder freien) Bolter Kanal, der recht voll ist. Wie wir es schon gewohnt sind, schauen alle schon dort Liegenden betreten weg, als wir einfahren und einen Liegeplatz neben ihnen in Erwägung ziehen. Dennoch finden wir letztendlich einen Platz zum Festmachen. Bei starkem auflandigem Wind grillen wir zum Bergfest am Strand und bewundern von Ferne das Feuerwerk vom Röbeler Hafenfest. Anschließend werden Joscha, Philipp und Nicole verabschiedet, die sich noch nachts auf den Heimweg machen.

So. Es ist etwas kühler als die letzten Tage, aber die Sonne scheint und es ist frischer Wind – perfektes Segelwetter also. Trotzdem zeigt die Crew große Segelunlust. Das hilft ihr aber nicht, wir segeln bis in die Röbeler Bucht, wo wir in der Nähe des Stadtzentrums ankern und kochen.

Mo. Wir gehen einkaufen und legen die Peter Rober dafür ans Ufer. Jan ist sich sicher, inzwischen mit dem Motor umgehen zu können und nimmt als Beweis dafür beim Ablegen einen halben Baum mit. Es ist – mal wieder – heiß und der Wind flaut nach einer Weile ab. Die Crew lernt jetzt, auch bei kompletter Flaute zu segeln und dass der Genacker dennoch Vortrieb bringt – denn erst bei Erreichen und Anfassen der Müritz-Mitte-Tonne gibt es Kekse.

 Danach setzen wir Jan und Martin am Bolter Kanal ab, damit sie den dort abgelegten Piraten einsammeln. Derweil setzen wir noch das Besan-Stag, da sich der Jugendwart zur Foto-Session angekündigt hat. Danach geht es mit dem Motor zurück auf die Kleine Müritz und nach Rechlin, wo wir um unser Essen beneidet werden (!!!).

Di. Die Schiffsführung holt Schrippen, die nach flottem Mastenlegen verspeist werden. Um kurz nach 12 Uhr verlassen wir Rechlin und fahren zur Schleuse Mirow, wo wir auf Grund des starken Schweizer Charterverkehrs über drei Stunden warten müssen. Die Schleusen Diemitz und Canow (gerade noch die letzte Schleusung bekommen) passieren wir schneller.

Mi. Späteres Aufstehen als geplant (weswegen wir die erste Schleusung verpassen) und ein ruhiger, aber sehr warmer Kanalfahrttag, der in Burgwall mit dem Aufessen der Bordkasse endet. Wir fahren im Dunkeln noch bis zur Schleuse Zehdenick. Dort verbringen wir eine unangenehm heiße  Nacht in Gesellschaft von unendlich vielen Mücken.

Do. Heute klappt es mit dem frühen Aufstehen und der ersten Schleusung, und es ist auch wieder sehr heiß. Dank der Selbstbedienungsschleusen müssen wir selten länger als eine halbe Stunde warten – die Ausnahme bildet Lehnitz, wo in brütender Mittagshitze ein Lastkahn nach dem anderen an uns vorbei in die Schleuse fährt und wir erst nach guten zweieinhalb Stunden durchkönnen. Am späten Nachmittag kommen wir dann letztendlich wieder im Verein an, wo schnell die Masten gestellt und das Boot geputzt wird – gerade rechtzeitig vor heftigen Regenschauern.

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