| Wanderfahrtbericht Das
Peter-Robert-Team (Freda, Jan, Martin, Jonas sowie Nuri und Rosa auf
einem Piraten) legte am Freitag, den 9.7., in aller Frühe vom Vereinssteg
ab und fuhr unter der Schiffsführung von Nicole und Sandor die Kanäle
entlang (alleine am ersten Tag zehn Schleusen). Dabei war es sommerlich
heiß – Sandor kreierte ein Sonnensegel und es wurde an fast jeder Schleuse
gebadet – und man traf sich auch immer wieder mit Jugendwart samt Familie,
Sportwart Hanjo sowie Hannelore und Jürgen vom Verein. Am Sonntag kamen
wir auf der Kleinen Müritz an, wo in Rechlin die Masten gestellt wurden.
Mo. Dort blieben wir bis Montagnachmittag, wo das erste Mal
Nahrung nachgekauft wurde und noch Karo zur Schiffsführung dazu stieß. Da
der wenige Wind vom Vormittag in der Nachmittagshitze leider vollständig
verschwunden war, fuhren wir unter Motor auf die Müritz. Leider konnten
wir nicht im Bolter Kanal übernachten, da dort in der vorigen Nacht ein
Sturm für Unbefahrbarkeit gesorgt hatte. Daher ankerten wir in Sichtweite
vom Jugendwart und in Ufernähe auf der Ostseite der Müritz. Während des
Kochens sahen wir immer mehr dunkelgraue Wolken am Horizont auf- und
schnell näherkommen. Wegen gewisser Uneinigkeit in der Mannschaft und
unter den drei Schiffsführern wurde nach einem Telefonat mit dem
Jugendwart beschlossen, sich doch lieber einen Unterschlupf im
nahegelegenen Claassee zu suchen. Die dortige Marina liefen wir im
Dunkeln, aber Trockenen an. Es zahlte sich aus, schon die Plane über das
Boot gelegt zu haben, da ziemlich bald heftige Gewitter mit starkem Regen
über uns hinwegstürmten. Wir konnten das Schauspiel in Ölzeug von der
Hafenmauer aus betrachten und fanden (größtenteils alle) angesichts von
Blitzen von allen Seiten unsere Entscheidung doch ganz richtig.
Di. Am nächsten Morgen verzögerte sich das Auslaufen erneut, da
die Mannschaft bei Regen zunächst ausschläft, dann der Hafenmeister
aufgesucht werden musste und der Pirat doch noch nicht ganz segelfertig
war. Im Vorbeifahren sprang Jan dorthin über und segelte das erste Stück
mit. Der Wind schläft aber bald ein, weswegen wir vorm Bolter Kanal ankern
und mit Beli und dem Piraten an den Strand fahren. Dort bleiben und baden
wir bis zum Abend, essen irgendwann und erkunden die Gegend mit Beli,
bevor schlafen gegangen wird.
Mi. Das Aufstehen und Segelfertigmachen zieht sich, aber
irgendwann kommen wir dennoch los. Bei anfangs gutem Wind segeln wir bis
zu 4,2 Knoten, kommen dann aber zunehmend in die Mittagsflaute. Kurz vor
Waren frischt der Wind wieder auf, wodurch wir bis zu 6,5 Knoten segeln.
Vor Waren ankern wir geschickterweise mitten in der Hafeneinfahrt, wo
Nicole eine Dolle versenkt. Wir gehen beim sehr edlen Warener Edeka
einkaufen, bevor noch vor dem Abendbrot Nuri und Freda abgeholt werden.
Später legen wir uns weiter hinten in die Bucht, wo wir in der Nähe von
Hanjo sind.
Do. Es ist frischer Wind, weswegen wir wieder mit bis zu 6,5
Knoten in die Sietower Bucht segeln. Auch der Pirat mit Nicole und Rosa
macht gute Fahrt. Vor Sietow treffen wir zuerst Hanjo und später Jochen
und Joscha sowie Hannelore und Jürgen. Wir verbringen den Abend mit Spaß
beim Baden und in der Hafenkneipe von Sietow.
Fr. Gegen Mittag kommt Chrissi mit Philipp und Liisa im
Schlepptau. Weil das später ist als wir dachten, segeln wir in großer
Hitze doch nicht los, sondern machen einen sehr entspannten Badetag im
Bootspäckchen mit den anderen Vereinsmeiern.
Sa. Rosa und Nicole fahren morgens mit Chrissi für den geplanten
Grillabend einkaufen, während Joscha und Philipp den Piraten nehmen (und
sehr schnell abgeschleppt werden). Das Peter-Robert-Team segelt bei
Windstärke 0,5 Richtung Bolter Kanal. Erst viele Stunden später wird
angesichts einer dunkeln Wolkenwand der Motor angemacht, damit wir
rechtzeitig beim Treffpunkt mit den Einkäufern sind. Als wir sie und den
Einkauf sicher an Bord haben, fahren wir in den (wieder freien) Bolter
Kanal, der recht voll ist. Wie wir es schon gewohnt sind, schauen alle
schon dort Liegenden betreten weg, als wir einfahren und einen Liegeplatz
neben ihnen in Erwägung ziehen. Dennoch finden wir letztendlich einen
Platz zum Festmachen. Bei starkem auflandigem Wind grillen wir zum
Bergfest am Strand und bewundern von Ferne das Feuerwerk vom Röbeler
Hafenfest. Anschließend werden Joscha, Philipp und Nicole verabschiedet,
die sich noch nachts auf den Heimweg machen.
So. Es ist etwas kühler als die letzten Tage, aber die Sonne
scheint und es ist frischer Wind – perfektes Segelwetter also. Trotzdem
zeigt die Crew große Segelunlust. Das hilft ihr aber nicht, wir segeln bis
in die Röbeler Bucht, wo wir in der Nähe des Stadtzentrums ankern und
kochen.
Mo. Wir gehen einkaufen und legen die Peter Rober dafür ans
Ufer. Jan ist sich sicher, inzwischen mit dem Motor umgehen zu können und
nimmt als Beweis dafür beim Ablegen einen halben Baum mit. Es ist – mal
wieder – heiß und der Wind flaut nach einer Weile ab. Die Crew lernt
jetzt, auch bei kompletter Flaute zu segeln und dass der Genacker dennoch
Vortrieb bringt – denn erst bei Erreichen und Anfassen der
Müritz-Mitte-Tonne gibt es Kekse.
Danach setzen wir Jan und Martin am Bolter Kanal ab, damit sie
den dort abgelegten Piraten einsammeln. Derweil setzen wir noch das
Besan-Stag, da sich der Jugendwart zur Foto-Session angekündigt hat.
Danach geht es mit dem Motor zurück auf die Kleine Müritz und nach
Rechlin, wo wir um unser Essen beneidet werden (!!!).
Di. Die Schiffsführung holt Schrippen, die nach flottem
Mastenlegen verspeist werden. Um kurz nach 12 Uhr verlassen wir Rechlin
und fahren zur Schleuse Mirow, wo wir auf Grund des starken Schweizer
Charterverkehrs über drei Stunden warten müssen. Die Schleusen Diemitz und
Canow (gerade noch die letzte Schleusung bekommen) passieren wir
schneller.
Mi. Späteres Aufstehen als geplant (weswegen wir die erste
Schleusung verpassen) und ein ruhiger, aber sehr warmer Kanalfahrttag, der
in Burgwall mit dem Aufessen der Bordkasse endet. Wir fahren im Dunkeln
noch bis zur Schleuse Zehdenick. Dort verbringen wir eine unangenehm
heiße Nacht in Gesellschaft von unendlich vielen Mücken.
Do. Heute klappt es mit dem frühen Aufstehen und der ersten
Schleusung, und es ist auch wieder sehr heiß. Dank der
Selbstbedienungsschleusen müssen wir selten länger als eine halbe Stunde
warten – die Ausnahme bildet Lehnitz, wo in brütender Mittagshitze ein
Lastkahn nach dem anderen an uns vorbei in die Schleuse fährt und wir erst
nach guten zweieinhalb Stunden durchkönnen. Am späten Nachmittag kommen
wir dann letztendlich wieder im Verein an, wo schnell die Masten gestellt
und das Boot geputzt wird – gerade rechtzeitig vor heftigen Regenschauern. |